Über mich

Als Kind wollte ich immer einen Hund haben, doch da meine Mutter Angst vor den Fellnasen hatte, bekam ich nie einen. Stattdessen wuchs ich mit Katzen und Kaninchen auf, was aber natürlich auch ganz toll war.

Als sich mein bester Freund mit 22 Jahren das Leben nahm, sprang meine Mutter über ihren Angst-Schatten und erlaubte mir endlich einen Hund. Apollo war fortan mein Begleiter. Er war ein Mischling aus Labrador, Rottweiler und Großem Schweizer Sennenhund, pechschwarz und ein Bild von einem Hund.  Zweimal pro Woche besuchte ich die Hundeschule mit ihm und absolvierte Begleithundkurse und auch ein paar Lektionen der Schutzhundeausbildung.

Als ich von zu Hause auszog, konnte ich ihn leider nicht mitnehmen. Apollo hätte es in der kleinen Wohnung im dritten Stock nicht gefallen, so blieb er bei meinen Eltern, die ihn abgöttisch geliebt haben.

Mehrere Jahre lebte ich also wieder ohne Hund. Ein paar Wüstenspringmäuse waren die einzigen Vierbeiner, die mir in der kleinen Wohnung Gesellschaft leisten konnten.

Mit dem Umzug in eine größere Wohnung mit Balkon im ersten Stock und der Reduktion meines Arbeitspensums durfte auch wieder ein Hund in mein Leben treten. Aus dem Tierschutz holte ich Arco, einen Podenco-Labrador-Mix von sechs Monaten.  Zwei Wochen später kamen zwei Katzen dazu, denen in den folgenden zwei Jahren jeweils eine weitere folgte. - Arco war eine Seele von Hund. Er war unheimlich sensibel und lieb zu allen Tieren und Menschen (außer sie waren betrunken). Mit ihm verstand ich mich blind, was aber nicht heißt, dass er nicht seinen eigenen Kopf hatte, den er gerne durchsetzte. Man sagt, ein Podenco sei eine Mischung aus verschmuster Katze und störrischem Esel; das galt auch für den Podenco-Mix.

Die letzten Tage von der Diagnose DCM bis zu Arcos Tod waren sehr intensiv für mich, umso größer war die Leere, als er nicht mehr da war.

Mit Ibo kam ein neuer Seelenhund in mein Dasein. Er und seine Halbschwester Jannarah wärmen mich jede Nacht im Bett, und manchmal liegen auch Hizelgö oder Amarillisz nachts bei mir. Magyar Agars brauchen den Körperkontakt, und sie sind echte "Lelki Társ" (Seelenverwandte).